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Woher der Begriff

19.09.2025

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Was ist Human Governance

Human Governance ist mehr als ein Konzept – es ist eine Haltung, eine Philosophie und ein bewusster Ansatz zur Gestaltung des eigenen Lebens. Es geht darum, zu erkennen, was es wirklich bedeutet, menschlich zu sein. Während „Mensch sein“ lediglich biologische Existenz beschreibt, erfordert „menschlich sein“ ein bewusstes, verantwortungsvolles und ethisches Handeln.

Human Governance fördert die Auseinandersetzung mit grundlegenden Fragen des Lebens, die uns helfen, uns selbst zu verstehen und unsere Verantwortung zu erkennen

  • Was macht das Menschsein aus?

  • Wer sind wir in unserem tiefsten Inneren?

  • Warum sind wir hier und was treibt uns an?

Diese Fragen stehen im Zentrum der Philosophie, die von der Weisheit großer Denker und Traditionen geprägt ist. Im Sinne von Krishnamurti mit seiner berühmten Frage „Who am I?“ – die essenzielle Reise der Selbsterkenntnis beginnt mit der Frage nach unserem wahren Wesen. Diese Suche nach dem Selbst ist tief in verschiedenen Weisheitstraditionen verankert. Sokrates forderte uns auf, mit „Erkenne dich selbst“ (γνῶθι σεαυτόν) unser Denken zu hinterfragen. Buddha lehrte, dass Achtsamkeit (sati) und inneres Erwachen der Schlüssel zur Befreiung von unbewussten Mustern und Illusionen sind. Auch die daoistische Philosophie spricht von wu wei (无为), dem Handeln im Einklang mit dem Leben, frei von Zwang und blinder Reaktivität. Es geht darum, sich bewusst zu werden, was uns antreibt, worin unser wahrer Sinn und Zweck liegt. Aristoteles sprach vom Eudaimonia, einem erfüllten Leben durch Tugend und Weisheit. Viktor Frankl identifizierte die Sinnsuche als die treibende Kraft des Menschen, besonders in schwierigen Zeiten. 

Human Governance bedeutet, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und sich von innen heraus zu führen. Es geht darum, das eigene Ethos zu kultivieren, anstatt sich lediglich von äusseren Normen leiten zu lassen. Wenn der innere Kompass in uns selbst verankert ist, können wir authentisch bleiben – sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben.

Indem wir diese Prinzipien in der Gesellschaft fördern, streben wir danach, einen Raum zu schaffen, in dem die Menschen ihre Rechte auf Privatheit und Informationsfreiheit wahrnehmen können und Verantwortung für die digitale Welt übernehmen. Der Verein setzt sich dafür ein, dass jeder Einzelne die Freiheit und Verantwortung hat, authentisch und selbstbestimmt zu leben – in einer Welt, in der Technologie und Gesellschaft im Einklang mit den Menschenrechten und ethischen Prinzipien gestaltet werden.


Der Ursprung von Human Governance


Im Gegensatz zur klassischen Corporate Governance, die durch externe Vorschriften und Kontrollen wirkt, setzt Human Governance auf die innere Entwicklung des Menschen. Sie geht davon aus, dass nachhaltige Integrität nicht durch äusseren Zwang, sondern durch bewusste Selbstführung entsteht - anders gesagt, es geht darum, das Richtige zu tun und das Falsche zu unterlassen. Dies wurde sogar in Malaysias National Anti-Corruption Plan 2019–2023 aufgenommen, um Korruptionsprävention stärker auf die persönliche Verantwortung auszurichten. In einer Welt, die von Korruption, ethischen Verfehlungen und der Jagd nach materiellem Erfolg geprägt ist, geht oft die Verbindung zu unserer eigenen inneren Natur verloren. Der Begriff Human Governance wurde eingeführt, um diese Lücke zu schliessen. Er beschreibt einen von innen nach aussen gerichteten Ansatz, der ethisches Verhalten nicht durch externe Regeln, sondern durch das eigene Bewusstsein und die persönliche Integrität steuert.

Innerer Ethos: Seele, Bewusstsein und Verantwortung

Die Philosophie von Human Governance wurzelt tief in spirituellen und philosophischen Traditionen. Sie betrachtet den Menschen nicht nur als physisches, sondern als bewusstes und moralisches Wesen. Grosse Denker wie Plato und Aristoteles haben betont, dass der wahre Kern des Menschen in seiner Seele liegt. Während Plato die Seele als vom Körper trennbar betrachtete, sah Aristoteles sie als untrennbar mit dem Körper verbunden. Ein zentraler Aspekt von Human Governance ist die Entwicklung des Bewusstseins. Ein Mensch, der seine eigene Denkweise reflektiert, ist weniger anfällig für äusseren Druck und ethische Kompromisse. Dies steht im Einklang mit modernen Erkenntnissen der Quantenwissenschaft, die die Wechselwirkung zwischen Bewusstsein und Realität betonen.

Korruption als Folge externer Orientierung

Ein System, das sich ausschliesslich auf externe Regeln verlässt, fördert eine Mentalität der Regelbefolgung ohne innere Überzeugung. Menschen, die sich nur daran orientieren, „nicht erwischt zu werden“, handeln nicht aus moralischer Integrität, sondern aus Angst vor Sanktionen. Dies schafft eine Gesellschaft, in der Korruption weiterhin existiert, solange sie unentdeckt bleibt. Human Governance bietet einen anderen Ansatz: Ein Mensch, der sich seiner selbst bewusst ist, handelt nicht ethisch, weil es Gesetze vorschreiben, sondern weil er tief in sich spürt, dass es richtig ist. Damit wird Integrität nicht zu einer auferlegten Pflicht, sondern zu einem natürlichen Bestandteil der Persönlichkeit.

Dies ist nicht nur der Kern von Human Governance, sondern auch der Zweck des Vereins, der auf eine Gesellschaft hinarbeitet, in der ethisches Verhalten und Verantwortung für den Schutz der Privatsphäre und der Informationsfreiheit nicht nur als gesetzliche Pflichten, sondern als grundlegende ethische Prinzipien anerkannt werden.

Durch diese Haltung wird der Verein zu einem Wegweiser für eine Welt, in der Menschen nicht nur durch äussere Normen und Regeln leben, sondern aus einem tiefen inneren Verständnis für Verantwortung, Freiheit und Integrität handeln. Human Governance fördert diesen Ansatz, um eine Kultur der Achtsamkeit und des Bewusstseins zu etablieren, die den individuellen und kollektiven Schutz der Privatsphäre sowie die Wahrung der Menschenrechte im digitalen Zeitalter ermöglicht.